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der Tag danach
31.03.2012 um 15:39 Uhr - Poison

Robert Bowling's Ragequit

der Tag danach

 

 

 

 

 

 

Die Kündigung von Robert Bowling bei Infinity Ward ließ eine gewaltige Bombe im Internet platzen. Viele eingefleischte Feinde des einstigen Community Managers und Creative Strategist brachen in Jubelschreie aus und gönnten ihm den lang verdienten freien Fall ins Nichts, während Kollegen und Mitstreiter den Weggang des langjährigen „Gesichts von Call of Duty“ bedauerten. Bowling selbst hat seinen Twitter-Account nun von alten Tomaten und faulen Eiern bereinigt und nutzt ihn jetzt privat. Ganz entspannt und mit einigen Einblicken in die Beweggründe seines Weggangs und dem, was nun folgt.

Während die Presse sich die Köpfe heiß spekuliert, ob er nun bei Respawn einsteigt, bei DICE mitmacht, gar ein eigenes Indie-Studio eröffnen will oder schon längst hat, fühlt sich Robert Bowling endlich befreit - das jedenfalls lassen seine Twitter-Nachrichten nach der Verkündigung seines Weggangs deuten.

 

 

 

 

 

 

Bowling schwelgt in alten Erinnerungen wie der Geburt des Stealthclowns oder die CoD4-Matches mit Zockern aus der Community und erzählt, dass er 2 Stunden gebraucht hat, um das ganze Merchandise aus seinem Büro ins Auto zu schaffen. Ausruhen will er sich jedoch nicht, sondern endlich wieder Visionen haben und diese verwirklichen:

 


Zitat von »Robert Bowling«

Ich bin begierig darauf anzufangen, Dinge zu erschaffen. Dies ist eine Prime Time in unserer Branche, es ist wahrhaftig das Jahr der Entwickler.

Es ist das Jahr der Veränderungen. Große Budgets sind nicht mehr länger notwendig für fantastische Gameplay-Erlebnisse. Es ist an der Zeit, die Verbindung zu unseren Wurzeln wieder herzustellen.

 

Seine Wurzeln jedenfalls sind nicht mehr bei Infinity Ward und der Call of Duty Reihe. Bei jedem Spiel hat Bowling darüber nachgedacht, wofür sein Herz schlägt. Man könne laut Bowling nur an den Spielen arbeiten, für die man eine Passion hat; in diesem Jahr hat sich diese Leidenschaft in eine andere Richtung entwickelt. Doch wohin genau die Reise geht, kann er aktuell noch gar nicht sagen – aber er hat eine große Erkenntnis gewonnen: Es gibt mehr im Leben als Geld. Je früher man das realisiert, desto besser geht es einem.

 


Zitat von »Robert Bowling«

Ich habe es nicht eilig. Es geht darum sich Zeit zu nehmen, etwas finden für das man sich begeistern kann. Ich will mich wieder darin verlieben können.

Es gibt so viele Ideen und Richtungen die ich gerne erforschen würde. Im Moment bedeutet es sich hinzusetzen, darüber zu sprechen und anfangen, zu arbeiten.

 

Das tut er bereits, twitterte über eine Sitzung die ihm die Liebe zum Game-Design zurückgebracht habe. Doch auch wenn er nicht mehr an Call of Duty arbeitet, hat er keinen Groll auf das Spiel selbst:

 

 

 

 

 

 

Robert Bowling hat aufgehört, bevor es ihn ganz auffrisst. Dass er keine Liebe mehr empfindet für das, was er tun muss, hat man ihm definitiv angemerkt. Trotzdem scheint er im Frieden mit Infinity Ward und Activision gegangen zu sein und blendet die üblichen Hasskommentare mittlerweile einfach aus. Er stand auch lange genug im Epizentrum der diversen 'Shitstorms' im Netz, um daran gewöhnt zu sein. Ein kleines Schmankerl des täglichen Beleidigungscocktails gibt es hier: random rants @fourzerotwo. Bowling hat gelernt damit umzugehen:

 


Zitat von »Robert Bowling«

Filter die Emotionen raus, erkenne die Kern-Beschwerde und beziehe dich nur darauf. Der Rest ist nur der übliche Internet-Füllstoff.

 

Seinen Frieden hat er nun gefunden und wer weiß, an welche Ufer der ehemalige Creative Strategist eines der erfolgreichsten FPS-Franchises so gespült wird.

 

 

 

 

 

 

Zurück bleibt eine ratlose CoD-Community, die aktuell nicht weiß wohin mit ihren Beschwerden. Bowling hat nach allgemeiner Meinung vieles, wenn nicht gar alles falsch gemacht. Doch was sollte jetzt passieren, um eine optimale Betreuung der weit gestreuten Community zu gewährleisten? Wer soll Bowling ersetzen und das neue Gesicht von Call of Duty werden? Oder ist jetzt die Chance da, völlig neue Wege in der Kommunikation mit der Kundschaft zu gehen? Es scheint die Zeit der Veränderungen ist gekommen, nicht nur für Robert Bowling.

Link: CallofDutySeries

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