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Grafikvergleich: Xbox360 vs. PS3 vs. PC
18.11.2012 um 00:02 Uhr - Poison

Call of Duty: Black Ops 2

Grafikvergleich: Xbox360 vs. PS3 vs. PC

 

 

 

 

 

 

Beim Release von neuen Spielen entbrennen immer wieder auch die üblichen Diskussionen um die Grafik. Ist sie noch zeitgemäß? Vermittelt sie nicht nur Schönheit und Detailverliebtheit, sondern ist auch für ein dennoch flüssiges Spielerlebnis geeignet? Die technischen Grenzen der einzelnen Plattformen machen es den Entwicklern zusätzlich schwer, das Maximum herauszuholen. Ein Grafikvergleich in Bildern demonstriert, an welchen Stellen Black Ops 2 Stärken und Schwächen zeigt.

Tom Morgan von Digital Foundry hat für Eurogamer.net alle drei Plattformen auf die Probe gestellt und miteinander verglichen. Optik, Technik, Verhalten ingame und der FPS-Verlauf – alles wurde dokumentiert und dabei festgestellt: Treyarch hat im Vergleich zum Vorgänger Black Ops 1 zwar einiges verbessert, allerdings auch negative Entscheidungen für die PS3-Grafik getroffen.

Was zuerst ins Auge sticht: Die Rendering-Auflösung. Zu Zeiten von Black Ops (1) gab es noch Unterschiede zwischen der Xbox360 mit 1040x600 bei 2fachem Multi-Sampling Anti-Aliasing (MSAA) und der PS3 mit 960x540. Bei Modern Warfare 3 zeigten beide Versionen die gleiche Auflösung, doch bei Black Ops 2 ist das wieder anders. Hier erreicht die Xbox360 nun eine Auflösung von 880x720 mit 2x MSAA. Was vergleichsweise niedrig erscheint, wird durch eine bedeutende Verbesserung der Grafik in der Bewegung wieder wettgemacht. Treyarch hat bei der Hochskalierung einiges am Algorithmus verbessert, was es laut Eurogamer zu einem der frischesten CoDs auf der Xbox360 macht und sich auf nativen Einstellungen sogar mit der PC-Version messen lässt.

Auf der PS3 ist das Ganze leider nicht ganz so beeindruckend. Während die Pixelauflösung mit 864x720 nur unwesentlich niedriger ausfällt, ist der starke Blur-Effekt, der über das gesamte Bild eingesetzt wird, unmöglich zu übersehen. Es scheint sich hier laut Eurogamer um eine neue Technik von Treyarch zu handeln, die eine Nachbearbeitung des Anti-Aliasing vornimmt und es schwierig macht, eine vorhandene Hardware-MSAA überhaupt zu erkennen. Dadurch gehen viele Details in der Grafik verloren; im Gegenzug ist die Kantenglättung in einigen Szenen definitiv verbessert.

Eurogamer.net hat den Vergleich der drei Plattformen in Bildern festgehalten, welche die Unterschiede eindrucksvoll demonstrieren:

 

 

 

 

 

 

Ein für die Playstation 3 kürzlich veröffentlichter Patch v1.02 hat die Unschärfe noch weiter verstärkt, wie ein Screenshotvergleich zeigt:

 

 

 

 

 

 

Tom Morgan hat auch die FPS analysiert und in verschiedenen Szenen dokumentiert, welche Ingame-Aktionen die Performance negativ beeinflussen können. Die CoD-Engine bevorzugt traditionell die Xbox360, was laut Eurogamer.net vor allem bei Black Ops (1) sehr deutlich wurde. Modern Warfare 3 hatte die Kluft etwas verkleinert; bei der Analyse von Black Ops 2 zeigt sich ein weiterhin bemerkenswerter Performance-Unterschied zwischen Xbox360 und PS3. Eurogamer hat ein Video online gestellt, welches die Rendering-Engine beider Plattformen einem Stresstest unterzieht und dabei den FPS-Verlauf aufzeichnet. Das Video findet sich am Ende des Artikels: FPS-Vergleich Xbox360 vs. PS3.

Black Ops 2 demonstriert: Trotz der weiterhin vorhandenen Unterschiede in der Grafik schließt sich dennoch allmählich die Lücke zwischen den beiden Plattformen. Die Performance auf der PS3 bewegt sich sehr viel dichter an der magischen 60 FPS-Grenze als es noch in Black Ops (1) der Fall war, auch wenn die intensiveren Effekte in Black Ops 2 weiterhin ihren Tribut bei der Framerate fordern.

Beim allem Fokus auf die Grafik darf natürlich nicht vergessen werden, dass diese nicht das einzig ausschlaggebende Kriterium ist, wenn es um den Spielspaß geht. Dieser ist für viele PS3-Spieler angesichts der großen Probleme mit Freezes und Server aktuell eher getrübt. Doch sobald diese Fehler endlich behoben sind, dürfte die merklich verbesserte Performance auch auf der PS3 dafür sorgen, dass jeder glücklich mit dem neuen Call of Duty ist – hat es doch im Rahmen seiner Möglichkeiten das letzte Quentchen aus der Engine herausgeholt. Auf welcher Plattform man nun am Liebsten zockt, hängt letztlich nicht von der Grafik allein ab.

Link: CallofDutySeries

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